Fotograf Hannover

Ein Fotograf hat es nicht leicht, in Hannover Motive zu finden, die noch nicht so oft abgelichtet wurden. Vielleicht liegt es daran, weil man das offensichtliche eh jeden Tag um sich hat, und dann findet man es nicht interessant genug? Nach Fotospaziergängen habe ich oft nur eine geringe Ausbeute von Bilder, die mir gefallen. Komischerweise habe ich die meisten Hannover-Fotos, die mir gefallen, mit dem Handy gemacht.

Warum sehen meine Fotos so aus, wie sie aussehen?

Einmal liegt das an einem Buch, von welchem ich mich gelegentlich gern beeinflussen lasse. Es heißt "Das Foto" von Harald Mante. Ich finde, dass es ein Standardwerk für Fotografen ist. Es handelt von der Bildaufteilung auf dem zweidimensionalem Medium Foto. Es hat mir die Augen geöffnet.

Dann liegt es sicherlich auch noch an den verwendeten Kameras, die jeweils für sich einen eigenen Look produzieren: meine Handykamera und meine Vollformatkamera.

Dann versuche ich noch, dass die Fotos nur aufs Motiv konzentriert werden. Überflüssiges oder störendes lasse ich weg oder schneide ich ab. Manchmal kann sogar Farbe im Foto störend sein. Dann mache ich es lieber S/W.

Einige Fotos gewinnen auch sehr an Spannung, wenn ich die Kamera leicht nach rechts kippe. Der Winkel sollte groß genug sein, damit es aussieht, wie absichtlich. 45 Grad sind jedoch schon zu viel!

Um die meisten Fotos kommt auch noch ein weißer Rand drumherum. Ein Fotograf im TV hat mal gesagt, damit würde das Foto atmen. Oft gehe ich sogar noch soweit, dass zwischen weißem Rand und Foto noch ein dünner schwarzer Streifen kommt. Meine Theorie dazu lautet, dass durch diese weiße und schwarze Referenzflächen/-linien das Auge/Gehirn automatisch eine Art Kontrastspreitzung vornimmt. Die Fotos sehen dadurch aus, als ob man durch ein Fenster schaut, manchmal fast schon dreidimensional.

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